Materiell



Materiell



Da war es wieder, das monatliche Meeting in der Firma. Nicht ganz so arg wie das Schaulaufen auf der Weihnachtsfeier, dennoch sollte man dort gesehen werden. Die Hauptthemen nach der eigentlichen Besprechung: Der Nachwuchs, das Auto, die nächste Urlaubsreise. Ich saß am Kopf der langen Tafel in T-Form und schaltete meinen Kopf aus, um ein wenig mitquatschen zu können. Folgende Gedankengänge beendeten aber diesen belanglosen Smalltalk:
 
Posieren, während das Privatleben
In Trümmern liegt redet er von
Glück und seiner heilen Welt
Von Geld und Materiellem
Was seine Kinder schon alles können
Wie sehr er seine Frau liebt
Während er einer Kollegin nachgafft
In der Arbeit der Größte
Zu Hause ein Wurm
Hauptsache ein eigenes Häuschen
Das er mühselig abstottert
Lebt er meiner Ansicht nach nur
Um anderen zu gefallen
Lügt sich dabei selbst an
Denn er kann sein wahres Ich
Nicht ausleben
Funktioniert er nur noch
Für diesen Augenblick
Wenn ihn alle sehen können.

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